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 Hier finden Sie den langjährigen Temperaturdurchschnitt  (1960 bis 1990) (Spalte 2),  Niederschlagsdaten (Jahresniederschlag in Liter pro m²) (Spalte 3) sowie die jährliche Sonnenscheindauer (Spalte 4) von anderen Orten in Rheinland-Pfalz und in angrenzenden Bundesländern sowie im Anschluss daran von mir verfasste Erläuterungen zu den Werten.

(die Messwerte stammen vom Deutschen Wetterdienst):

 

 

Trier-Petrisberg - Mosel 

265 m über NN 

 9,1° C 784,3 L/m²1572,6 Stunden

Trier-Talstadt - Mosel -

144 m über NN

 9,9° C 754,1 L/m²1264,5 Stunden

Mainz - Rhein-

125 m über NN

 10,1° C 613,2 L/m²keine Werte

Worms - Rhein

88 m über NN 

 10,4° C 607,8 L/m²keine Werte

Bernkastel-Kues - Mosel

120 m über NN 

 10,1° C 706 L/m²1358,5 Stunden

Brücken - Hunsrück - Kreis Birkenfeld 

390 m über NN 

 7,5° C 1020,6 L/m²keine Werte

Deuselbach - Hunsrück

480 m über NN 

 7,9° C 814 L/m²1633,6 Stunden

Bad Marienberg - Hoher Westerwald

547 m über NN 

 6,8° C 1168,7 L/m²1466,3 Stunden

Nürburg - Eifel

627 m über NN 

 6,7° C 871,6 L/m²1540,9 Stunden

Manderscheid - Vulkaneifel 

419 m über NN 

 7,8° C 907,9 L/m²1479 Stunden

Schneifelforsthaus (Schneeeifelforsthaus) - Eifel

657 m über NN 

 6,4° C 1146,8 L/m²keine Werte

Roetgen - Nordeifel - Nordrhein-Westfalen

440 m über NN

 7,7° C 1063,9 L/m²keine Werte

Weinbiet - Pfälzer Wald - Haardt

553 m über NN 

 7,8° C 585,4 L/m²1602,8 Stunden

Ruppertsecken - Nordpfalz

461 m über NN

 8,2° C 660,1 L/m²keine Werte

Berus - Warndt - Saarland

363 m über NN

 8,8° C 876 L/m²1688,9 Stunden

Schaumberg -Nördliches Saarland

569 m über NN

 7,4° C

 1001,4 L/m²  (Wert Tholey)

1486,6 Stunden

Kleiner Feldberg - Taunus

805 m über NN

 5,6° C 1005,1 L/m²1461,3 Stunden

 

 

und einige Stationen an denen lediglich der Niederschlag (hier Jahresniederschlag in Litern pro m²) gemessen wird:

 

 Nohfelden - Südwesthunsrück - Saarland 1204,8 L/m²
 Weiskirchen - Südwesthunsrück - Saarland 1158,4 L/m²
 Börfink - Hunsrück - Kreis Birkenfeld 1132,7 L/m²
 Reinsfeld - Hunsrück - Kreis Trier-Saarburg - Osburger Hochwald 1114,5 L/m²
 Hermeskeil - Hunsrück 1078,7 L/m²
 Pellingen - Vorderhunsrück - Kreis Trier-Saarburg 992,1 L/m²
 Prüm - Westeifel 926,6 L/m²
 Newel - Südeifel - Kreis Trier-Saarburg 836,5 L/m²
 Zemmer - Forsthaus Mülchen - Südeifel - Kreis Trier-Saarburg 822,9 L/m²
 Bitburg - Südeifel 793,8 L/m²
 Spangdahlem - Südeifel 778,7 L/m²
 Wittlich - Moseleifel 740,6 L/m²
 Leiwen- Mittelmosel 723,5 L/m²
 Mayen - östliche Vulkaneifel 596,4 L/m²
 Frankenthal - Vorderpfalz 528,3 L/m²

 Bad Kreuznach - unteres Nahetal

(niedrigster Niederschlagswert Rheinland-Pfalz !)

 517,2 L/m²

zum Vergleich:

Balderschwang/Bayern/Allgäu/1037m: 2450 Liter/m² durchschnittlicher Jahresniederschlag!!

Damit ist Balderschwang der Ort in der Bundesrepublik Deutschland mit dem höchsten durchschnittlichen Jahresniederschlag.

In Balderschwang wurde im Jahre 1970 mit  3503,1 Liter pro m²!! auch die höchste Jahresniederschlagssumme, die je in Deutschland aufgetreten ist, gemessen)

Atzendorf/Sachsen-Anhalt: 399,2 Liter/m² durchschnittlicher Jahresniederschlag!!

Damit ist Atzendorf der Ort in der Bundesrepublik Deutschland mit dem niedrigsten durchschnittlichen Jahresniederschlag.

 

Anmerkungen zu den vorstehend aufgeführten Werten:

Leider gibt es im Hunsrück keine langjährige DWD-Höhenwetterstation (z.B. auf dem Erbeskopf oder einem anderen vergleichbaren Höhenstandort). Mittlerweile betreibt die Meteomedia AG seit dem Jahre 2002 auf dem Erbeskopf, als dem mit 816 Meter über NN höchsten Berg von Rheinland-Pfalz eine Wetterstation. Langjährige Durchschnittswerte liegen dementsprechend noch nicht vor. Die monatlichen Klimadaten vom Erbeskopf finden Sie im Vergleich zu den Werten von Osburg, Trier-Petrisberg und anderen Wetterstationen auf der Unterseite "Klimadaten Os. Monat" (s. oben links). Das nachfolgende Bild zeigt die Meteomedia-Wetterstation auf dem Erbeskopf:

Gerade auf dem Erbeskopf treten auf Grund seines über der Hunsrückhochfläche  aufsteigenden Reliefs markante Wetter- und Klimabesonderheiten auf, die im nachstehenden Text näher eräutert werden.

Das folgende Bild zeigt frühwinterliche Stimmung Nordwesthang des Erbeskopf mit seinem bekannten Skigebiet.

 

Bei den Werten fällt bzgl. des Niederschlages in erster Linie auf, dass innerhalb von Rheinland-Pfalz und im nördlichen Saarland die Niederschläge vor allem in den westlichen Bereichen der Hochlagen von Eifel und Hunsrück sowie im Hohen Westerwald wesentlich höher liegen als in den großen Tälern von Rhein und Mosel oder den weiträumigen Beckenlandschaften von Rheinhessen und der Vorderpfalz. Die rheinland-pfälzischen Mittelgebirge liegen in einer weitgehend westwindgeprägten, ozenaischen Klimazone. Die mit den vorwiegend westlichen Winden herangetragenen Niederschlagsgebiete regnen bzw. schneien sich hauptsäschlich an den West- und Südwesthängen von Eifel, Hunsrück und Westerwald aus. Auf den jeweiligen Ostseiten der höchsten Bergkämme sind wesentlich niedrigere Niederschlagswerte anzutreffen. So fällt beispielsweise in Mayen in der östlichen Eifel in Nähe zum Mittelrheintal mit 596,4 Liter pro m² Niederschlag im Jahr durchschnittlich nur etwa die Hälfte des Niederschlages der am Schneifelforsthaus (Westeifel) in der Nähe der deutsch-belgischen Grenze vom Himmel fällt. (hier: 1146,8 L pro m²)

Auch im Hunsrück nimmt die Jahresniederschlagsmenge von Südwesten nach Nordosten ab. Die höchsten Niederschlagsmengen werden im Hunsrück dabei an den Südwesthängen und Westhängen des Schwarzwälder und Osburger Hochwaldes gemessen. Dabei kommt es gerade in den Wintermonaten bei länger anhaltenden, milden West- und Südwestlagen an den nach Südwesten ausgerichteten Hängen im saarländischen Teil des Hunsrücks zu ergiebigen Stauniederschlägen. In Nohfelden-Türkismühle am Südwestrand des Hunsrück wird z.B. dementsprechend mit 1204,8 Liter pro m² Niederschlag im Jahr die höchste Niederschlagsmenge an einer etablierten Messtation im Hunsrück registriert.

Durch die oft aus westlichen Richtungen herangetragenen Niederschlagsgebiete sind die höchsten Erhebungen der Mittelgebirge während niederschlagsreicher Westwetterlagen oft in Bergnebel durch aufliegende Wolken gehüllt. Besonders markant ist diese Erscheinung am Erbeskopf im Hunsrück. Durch seine nach Nordwesten vorgeschobene und herausgehobene Position stauen sich die Wolken oft am Erbeskopfgipfel und hüllen diesen an mehr als  200 Tagen im Jahr zumindest zeitweise in Nebel. Wie hoch dieser Wert ist, wird deutlich, wenn man bedenkt, dass selbst in den nebelreichsten Tal- und Beckenlandschaften von Rheinland-Pfalz im Jahr nur maximal 50 bis 100 Nebeltage auftreten.

Auf dem Erbeskopf muss dementsprechend durchschnittlich an 150 bis 160 Tagen im Jahr mit Tagesniederschlägen von mehr als 1 Liter pro m² gerechnet werden. In Trier im geschützten Moseltal reduziert sich die Anzahl dieser Tage dagegen auf 120 bis 130 im Durchschnitt. Und im niederschlagsarmen unteren Nahetal bei Bad Kreuznach tritt eine Tagesniederschlagssumme von mehr als 1 Liter pro m² sogar nur an 80 bis 90 Tagen im Jahr auf.

Während die jährlichen Niederschlagshöhen im südwestlichen Hunsrück somit teilweise Größenordnungen von mehr als 1.200 Liter Niederschlag pro m² erreichen, nehmen sie nach Nordosten hin immer mehr ab. So werden in Kastellaun im östlichen Hunsrück durchschnittlich nur noch 754,5 Liter Niederschlag pro m² im Jahr gemessen und das am Fuße des Bingerwaldes in der Nähe des Mittelrheintales gelegene Stromberg kann während eines Jahres im Durchschnitt nur noch mit 634,9 Liter Niederschlag pro m² rechnen.

Bei den Werten von Deuselbach/Hunsrück fällt auf, dass die Niederschlagsmenge im Vergleich zu anderen Stationen im westlichen Hunsrück deutlich weniger hoch ausfällt. Das liegt daran, dass Deuselbach zwischen Haardtkopf- und Erbeskopfmassiv  liegt und zusätzlich nach Westen durch den Osburger Hochwald abgeschirmt wird und somit ziemlich im Regenschatten der vorgelagerten Gebirgskämme liegt. Darüber hinaus liegt auch die jährliche Durschnittstemperatur in Deuselbach höher als in anderen Orten gleicher Seehöhe. Dies liegt in erster Linie daran, dass bei Süd- und Südostwindwetterlagen am Kamm des Schwarzwälder Hochwalds insbesondere im Herbst und Winter ein Föhneffekt auftritt, der dazu führt, dass warme Fallwinde vom Erbeskopf und seinen Nachbargipfeln die Temperatur an der nördlich dieser Berge vorgelagerten Wetterstation in Deuselbach markant anheben. Außerdem ist anzumerken, dass die Wetterstation in Deuselbach nicht wie der eigentliche Ort Deuselbach in einer Talmulde, sondern isoliert auf einem windreichen, vorgelagerten Höhenzug liegt, so dass es dort in der Regel nicht zu größeren Auskühlungen durch eine Ansammlung von Kaltluft kommt.

Vorder- und Südpfalz sowie Rheinhessen, die innerhalb von Rheinland-Pfalz im Schutz und im Regenschatten der westlich vorgelagerten Mittelgebirgskämme liegen, haben ein fast schon mediteranes Klima. Aber auch die Täler von Mittelrhein, Mosel, Saar, Nahe, Ahr und Lahn sind auf Grund ihrer Lage im Schutz, der sie umgebenden Mittelgebirge klimatisch sehr begünstigt.  Während in den höchsten Lagen von Eifel, Hunsrück und Westerwald im Juli lediglich eine Durchschnittstemperatur von um oder sogar unter 14° C (z.B.Schneifelforsthaus in 657 m Seehöhe: 14,3° C) erreicht wird, treten in Rheinhessen und der Vorderpfalz durchschnittliche Julitemperaturen von deutlich mehr als 19° C auf. (z.B. Worms am Rhein: 19,5° C). Während in den wärmebegünstigten Regionen von Rheinhessen und der Vorderpfalz schon Anfang bis Mitte April mit der Blüte der Apfelbäume und damit mit dem Einzug des Vollfrühlings gerechnet werden kann, dauert es in den Hochlagen von Eifel, Hunsrück und Westerwald oft bis Mitte/Ende Mai bis die Apfelbäume ihre Blütenpracht entfalten.

Wenn in den rheinland-pfälzischen Hochlagen Ende März/Anfang April oft noch spätwinterliche Witterung herrscht und dort nicht selten um diese Zeit noch eine Schnedecke anzutreffen ist, hält der Frühling -wie das folgende Bild zeigt- in der Vorderpfalz mit der Blüte der Mandelbäume  bereits seinen Einzug. (Das Foto entstand in Gimmeldingen bei Neustadt an der Weinstraße).

 

Während die, für den Fortgang der Vegetation wichtige Tagesdurchschnittstemperatur von 5° C in der Vorderpfalz sowie im Rhein- und Moseltal durchschnittlich schon vor dem 20.03. eines Jahres auftritt, dauert es in den Gipfelbereichen des Erbeskopf im Hunsrück und des Großen Feldbergs im Taunus im Durchschnitt bis nach dem 20.04. bis eine solche Tagestemperatur erreicht wird. 

Das sehr sommerwarme Klima im südöstlichen Rheinland-Pfalz begünstigt natürlich den Anbau wärmeliebender Obst- und Gemüsesorten. Selbst Feigen und Zitronen gedeihen an den sonnenverwöhnten Hängen von Rheinhessen und der Vorderpfalz. Darüberhinaus sind diese Gebiete innerhalb von Rheinland-Pfalz auch die trockensten Landstriche. Durch die geschützte Lage im Regen- und Windschatten von Hunsrück, Pfälzer Wald und Taunus werden hier die niedrigsten Niederschlagshöhen im westlichen Deutschland erreicht. In Frankenthal beträgt die jährliche Niederschlagshöhe gerade noch 528,3 Liter pro m² . Mit 517,2 Liter pro m² durchschnittlichem Jahresniederschlag wird in Bad Kreuznach im unteren Nahetal im Übergangsbereich ins rheinhessische Hügellland noch weniger Niederschlag gemessen. Der in Bad Kreuznach gemessene Wert ist die geringste, an einer DWD-Niederschlagsstation innerhalb von Rheinland-Pfalz gemessene durchschnittlichen Niederschlagssumme.

Weniger Niederschlag als in der Vorderpfalz, in Rheinhessen und im unteren Nahetal fällt innerhalb Deutschlands nur noch in den Trockengebieten von Thüringen, Sachsen-Anhalt und Brandenburg. Hier werden teilweise nicht einmal 400 Liter durchschnittliche Niederschlagshöhe pro m² im Jahr gemessen. (z.B. Atzendorf in Sachsen-Anhalt mit nur 399,2 L/m²!!).

Im Mosel- und Mittelrheintal treten im Sommer auch hohe Durchschnittstemperaturen auf, jedoch werden die Werte, die in Rheinhessen und der Vorderpfalz registriert werden, nicht erreicht. Die durchschnittliche Julitemperatur bleibt meist unter 19,0° C (z.B. Bernkastel-Kues: 18,6° C, Koblenz: 18,9° C). Im Winter ist es dafür in den Tälern von Mittelrhein und Mosel milder als in der Vorderpfalz und in Rheinhessen. Während in Bad Dürkheim im Januar nur eine Durchschnittstemperatur von 0,9° C und in Mainz von 1,2° C gemessen wird, liegen die Januardurchschnittswerte in Bernkastel-Kues bei 1,9° C und in Koblenz gar bei beachtlichen 2,2° C. Mildere Januartemperaturen als im Mittelrheintal und an der mittleren und unteren Mosel werden innerhalb Deutschlands nur noch auf den Nordseeinseln und im erweiterten Niederrheingebiet registriert. Gerade im Tal der Mosel sowie am Nieder- und Mittelrhein machen sich im Winter immer wieder verstärkt die aus Westen und Südwesten hereintriftenden, milden Luftmassen bemerkbar, während sich mit jedem Kilometer in Richtung Osten der winterkältere, kontinentalere Einfluss verstärkt. 

Auf Grund der Temperaturabnahme mit steigender Seehöhe (im Sommer mehr, im Winter weniger, durchschnittlich im Jahr etwa 0,6° C pro 100 Höhenmeter) und der viel stärkeren klimatischen "Ausgesetztheit" sind die Winter in den Hochlagen von Eifel, Hunsrück und Westerwald deutlich kälter als in den, sie umgebenden Tal- und Beckenlandschaften.

Hierbei ist allerdings festzustellen, dass in den westlichen Hochlagen von Rheinland-Pfalz höhere und damit mildere Januartemperaturen als in den weiter östlich gelegenen Bergregionen gemessen werden. So beträgt die Januardurchschnittstemperatur am 657 Meter hochgelegenen Schneifelforsthaus in der westlichen Eifel -1,3° C. Im "nur" 547 Meter hochgelegenen Bad Marienberg im östlichen Westerwald liegt die durchschnittliche Januartemperatur dagegen nur bei -1,6° C. Während in den rheinland-pfälzischen Gebieten östlich des Rheins kontinentalere Klimaeinflüsse spürbar werden und damit vor allem die Wintertemperaturen dort etwas niedriger liegen, befinden sich die Höhenlagen im Westen von Rheinland-Pfalz stärker im Einfluss der über dem Atlantik befindlichen maritimen Luftmassen, die im Winter hier für ein etwas milderes aber auch feuchteres Klima sorgen.

Im Januar sinkt die Durchschnittstemperatur im Bereich der rheinland-pfälzischen und unmittelbar angrenzenden Mittelgebirgslagen  nur in den höchsten Gipfellagen (oberhalb von etwa 750 Metern Seehöhe) des Hunsrück (hier rund um die Gipfel von Erbeskopf und Idarkopf) sowie auf den Gipfeln von Kleinem und Großen Feldberg im hessischen Taunus auf Durchschnittswerte von deutlich unter -2,0° C.

Das folgende Bild zeigt die windgebogene Vegetation an der Nordseite des Gipfels des 880 Meter hohen Großen Feldbergs im Taunus, der die höchste Erhebung im gesamten Rheinischen Schiefergebirge darstellt.

 

Im Sommer wirken die stärker vorherrschenden atlantischen Luftmassen in den westlich gelegenen Mittelgebirgslagen jedoch eher kühlend, während mit jedem Kilometer Richtung Osten die kontinentalere Komponente für höhere Sommertemperaturen sorgt. Am Schneifelforsthaus ist selbst im wärmsten Monat des Jahres im Juli nur mit einer Durchschnittstemperatur von 14,3° C zu rechnen, während in Bad Marienberg  im Juli doch durchschnittlich 15,3° C erreicht werden.


Dass im Westerwald schon stärker kontinentale Einflüsse zum Tragen kommen, zeigt sich auch an der Anzahl von Tagen mit Schneedecke im Winter. In der westlich gelegenen Eifel werden selbst in den höchsten Gipfellagen im Winter "nur" ca. 70 Tage mit Schneedecke erreicht. In den Gipfellagen des Hunsrück steigt diese Zahl auf etwa 80 an. Dies hat mit der -gegenüber der Eifel- im Hunsrück größeren Höhe der Gipfel aber auch mit einem leicht größeren Einfluss des Kontinentalklimas im Hunsrück zu tun. Obwohl der Westerwald im Hinblick auf die Seehöhe deutlich niedriger liegt als Eifel und Hunsrück (die Fuchskaute, als höchster Westerwaldgipfel  erreicht gerade mal 657 Meter über NN) werden in den Höhenlagen im östlichen Westerwald im Winter jedoch recht verbreitet um die 70 und in einem größeren Teil des Hohen Westerwaldes auch um die 80 Tage mit Schneedecke registriert. In Richtung der sich nordöstlich an den Westerwald anschließenden Gipfel des Sauerlandes steigt die Anzahl der Schneedeckentage weiter an. Auf dem Kahlen Asten im Hochsauerland kann durchaus im Durchschnitt mit etwas mehr als 100 Schneedeckentagen gerechnet werden.

In den rheinland-pfälzischen Tal- und Beckenlandschaften ist nicht nur die Anzahl der Scheedeckentage wesentlich geringer als in den Hochlagen von Hunsrück, Eifel, Westerwald, Taunus und Pfälzer Wald. Auch die maximale Schneehöhe liegt in den Höhen der Mittelgebirge deutlich höher. Während an der Mosel und im Mittelrheintal selbst in schneereichen Winter selten Schneehöhen von mehr als 20 cm und nahezu nie Schneehöhen von mehr als 30 cm registriert werden, kann die Schneehöhe in den Hochlagen der Mittelgebirge in solchen Wintern 80 cm und mehr, in den Kammlagen auch bis über 100 cm  erreichen. So erreichte die Schneehöhe am Fastnachtsdienstag des Jahres 1996 (20.02.1996) auf dem Gipfelplateau des Erbeskopf eine maximale Höhe von 100 bis 120 cm.

Wie rau und unwirtlich das Wetter in den Hochlagen des Hunsrück und hier insbesondere auf dem Erbeskopf sein kann, lässt sich insbesondere auch aus alten Chroniken aus der Hunsrückgegend erfahren. So berichten die Chronisten, dass es am 02. Juli !! des Jahres 1907 auf dem Erbeskopf Schneefall gegeben hat. Schneefall im Juli gehört selbst in den Gipfellagen der westdeutschen Mittelgebirge zu den ganz seltenen Wetterereignissen. Auch die Tatsache, dass aus den Unterlagen des Deutschen Wetterdienstes hervorgeht, dass in Birkenfeld im Hunsrück sogar im Juli schon Luftfrost registriert werden konnte, macht den außergewöhnlichen Wetter- und Klimacharakter des Hunsrück deutlich.

 

 

 

 

 

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Jörg Peter Steinmetz, 54317 Osburg