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Im folgenden finden Sie einige Ausführungen zum Ort Osburg selbst sowie ein paar Erläuterungen zum Klima in Osburg und im Osburger Hochwald. 

 

Das folgende Bild zeigt den Ortskern von Osburg (von Norden her gesehen) mit dem charakteristischen Kirchturm:

 

 

Osburg liegt innerhalb der Bundesrepublik Deutschland im Bundesland Rheinland-Pfalz (Verbandsgemeinde Ruwer im Landkreis Trier-Saarburg) an der Nordwestseite des Osburger Hochwaldes im Hunsrück zwischen dem städtischen Oberzentrum Trier und dem Mittelzentrum Hermeskeil im Naturpark Saar-Hunsrück.

Meine Wetterdaten ermittele ich im Garten unseres Wohnhauses in ca. 490 Meter über NN. Das Gemeindegebiet von Osburg ist relativ groß und reicht im Süden bis zum Gipfel des Rösterkopfes, der mit 708 Meter über NN die höchste Erhebung des Osburger Hochwaldes und einer der höchsten Berge des Hunsrücks ist.

Das Klima von Osburg und des umgebenden Osburger Hochwaldes ist ozeanisch geprägt. Die Sommer sind recht kühl, die Winter -im Vergleich zu weiter östlich glegenen Mittelgebirgen- eher mild, aber auf Grund der Höhenlage und häufiger Niederschläge im Winter, durchaus schneereich. Im Sommer sind Hitzetage mit Tageshöchsttemperaturen von mehr als 30° C im Gegensatz zum naheliegenden Moseltal sehr selten. Selbst Sommertage mit einer Höchsttemperatur von 25° C und mehr gibt es nicht häufig. Im Vergleich zu Becken- und Tallandschaften tritt in Osburg im Sommer daher eine wesentlich geringere Schwüle- und Wärmebelastung auf. Raureif tritt oft noch im Juni und in der Regel auch schon wieder im September auf. Auch in den Hochsommermonaten Juli und August treten in Osburg immer wieder Tiefsttemperaturen von 5° C und darunter auf. Mit Schneefall oder Schneeregen muss selbst noch im Mai (so z.B. noch am 23.05.2013) und bereits wieder im Oktober gerechnet werden. Es ist ganzjährig recht windig mit zum Teil schweren Stürmen im Winterhalbjahr. 

Die statistischen Erhebungen der letzten Jahre haben gezeigt, dass die Durchschnittstemperatur in Osburg etwa 2,3° C niedriger liegt als an der Wetterstation des Deutschen Wetterdienstes auf dem Petrisberg in Trier. Innerhalb der Trierer Talstadt im Moseltal liegen die Durchschnittstemperaturen sogar um etwa 3° C höher als in Osburg. Dabei sind die Unterschiede im Sommer größer als im Winter, da sich im Winter  und auch im Herbst die Temperaturverhältnisse durch auftretende Inversionswetterlagen etwas angleichen.

Während die Täler von Mosel, Saar und Ruwer im Herbst und Winter oft in dichte Talnebel gehüllt sind, herrscht zur gleichen Zeit in Osburg auf Grund der Höhenlage meist schönes Wetter mit einer fantastischen Fernsicht, die nach Norden und Nordwesten weit in die Eifel und bis in die luxemburgisch-belgischen Ardennen reicht. Solche Inversionswetterlagen, die in den deutschen Mittelgebirgen oft sehr ausgeprägt sind, haben den für die Höhenlagen angenehmen Effekt, dass es auf den Bergen oft angenehm sonnig und mild ist, während in den Flußtätern und Beckenlandschaften nebliges, trübes und kühles Wetter herrscht. Durch diesen "Inversionseffekt" herrscht in den Höhenlagen oft eine besonders gute und klare Luft, die im Hunsrück anerkanntenmaßen mit die beste Qualität in ganz Deutschland aufweist.

Darüber hinaus bewirkt der "Inversionseffekt", dass die Höhenzüge der Mittelgebirge oft wesentlich sonnenscheinreicher sind als die Tal- und Beckenlandschaften. Obwohl das Klima im Talgrund des Moseltales  sehr mild ist, ist die Sonnenscheindauer -über den gesamten Jahreszeitraum betrachtet- dort eher gering. Während z.B. in der Trierer Talstadt auf Grund der vor allem im Herbst und Winter auftretenden, oft sehr zähen Nebellagen nur durchschnittlich 1265 Sonnenstunden im Jahr registriert werden, kann in Deuselbach im Hunsrück auf Grund der nebelfreien Berglage mit durchschnittlich 1634 Sonnenstunden im Jahr gerechnet werden.

Bei wechselhaften und regenreichen Westlagen stauen sich allerdings die heranziehenden tiefhängenden Wolken oft an den Höhen des Osburger Hochwaldes, so dass  Osburg dann des öfteren im Bergnebel durch tiefhängende Wolken liegt und durch die Staulage ergiebige Niederschläge auftreten können. Die Niederschlagshöhe ist -wie im ganzen südwestlichen Hunsrück- recht hoch. Die Niederschlaghöhen im Osburger Hochwald gehören auf Grund der ausgeprägten Luvlage zu den höchsten in Rheinland-Pfalz. Tagesniederschlagssummen von 50 bis 100 Liter/m² können durchaus auftreten (in Osburg z.B. 88,2 Liter/m² innerhalb 24 Stunden am 26./27.08.2010). Die monatlichen Niederschläge können in Osburg durchaus deutlich mehr als 200 Liter/m² betragen (z.B. Juli 2014: 237,4 Liter/m², August 2006: 227,8 Liter/m², August 2010: 220,2 Liter/m²). Vergleichbar hohe Niederschläge fallen in Rheinland-Pfalz nur noch innerhalb des restlichen südwestlichen Hunsrück, insbesondere im Schwarzwälder Hochwald, (hier vor allem rund um den südlich von Kell gelegenen Teufelskopf) im zentralen Pfälzerwald sowie in der westlichen Hoch- bzw. Schneifel und im Hohen Westerwald. An der Niederschlagsmessstelle im südlich von Osburg, ebenfalls im Osburger Hochwald gelegenen Nachbarort Reinsfeld, beträgt die durchschnittliche jährliche Niederschlagssumme z.B. 1114,5 Liter pro m². Im Vergleich dazu beträgt die jährliche Niederschlagsmenge in den Niederungen des Moseltales lediglich ca. 700 bis 750 Liter pro m².

Es ist daher nicht verwunderlich, dass bereits die Römer den Niederschlagsreichtum des Osburger Hochwaldes nutzten und ihre an der Mosel gelegene Metropole Trier (Augusta Treverorum) über eine Wasserleitung mit dem, im Osburger Hochwald reichlich vorhandenen Wasser versorgten. Die Riversitalsperre im Tal der Riveris unterhalb von Osburg dient heute der Wasserversorgung der Stadt Trier und des Trierer Umlandes.

Die hohen Niederschlagshöhen im Osburger Hochwald haben hier -wie auch in anderen niederschlagsreichen Gebieten des Hunsrück (z.B. Schwarzwälder Hoch- und Idarwald) dazu geführt, dass sich moorartige Sumpfgebiete -sogenannte Brüche- ausgebildet haben. Viele dieser Brüche wurden im Laufe vergangener Jahrzehnte trockengelegt. Einige dieser Sumpfgebiete haben jedoch überlebt und stehen auf Grund der hier vorhandenen seltenen Tier- und Pflanzenwelt heute meist unter strengem Naturschutz. Mit dem Weyrichsbruch in der Nähe des Rösterkopfes befindet sich eines der bekanntesten Sumpf- und Moorgebiete des Hunsrück auf Osburger Gemeindegebiet.

Das folgende Bild zeigt den Eingangsbereich zum Quellmoor "Weyrichsbruch" am Rösterkopf:

 

 

 

 

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Jörg Peter Steinmetz, 54317 Osburg